Manchmal verteidigen Kinder gerade den Menschen, der ihnen fehlt.
Lesespuren chronologisch
Hier entstehen Lesespuren.
Sie beginnen mit einem Buch.
Und führen weiter in Gedanken, Fragen und Erfahrungen.
Lesespuren versteht Literatur als Resonanzraum menschlicher Erfahrungen. Romane, philosophische Werke, psychologische Erkenntnisse und biblische Texte werden dabei nicht gleichgesetzt, sondern treten miteinander in einen offenen Dialog. Nicht jede Verbindung ist beabsichtigt – manche entsteht erst beim Lesen.
Es gibt Kinder, die sehr früh herausfinden, worüber sich ein Vater erreichen lässt.
Der Wunsch, gesehen zu werden
Eine Zeichnung vielleicht, ein Heft aus der Schule, einen Stein, den es draußen gefunden hat. Später wird es ein Zeugnis sein, ein Tor beim Fußball, ein Musikstück, eine Entscheidung, vielleicht irgendwann die erste eigene Wohnung oder eine Arbeit, auf die es stolz ist.
Abwesenheit als Familienklima
Es gibt Familien, in denen über den abwesenden Vater viel gesprochen wird.
Manche Kinder fragen irgendwann nicht mehr.
Es gibt Formen von Abwesenheit, die nicht daran zu erkennen sind, dass jemand gegangen ist.
Myriam, warum weinst du?
Über Trauer, die unsere Wahrnehmung verändert – und über einen Namen, an dem ein Mensch die Welt wiedererkennt.
Der Schatz unter dem Acker
Vielleicht besteht die eigentliche Suche nicht darin, etwas Neues zu finden. Vielleicht geht es darum, freizulegen, was längst da ist.
Lesen als Lebensform
Lesen findet nicht nur am Schreibtisch statt.
Naokos Lächeln und die leere Autobatterie
Wer wird, wer gehen darf?
Familien geben uns einen ersten Ort in der Welt.
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