Marlen Haushofer - Die Wand
Manchmal verschwindet nicht der Mensch aus der Welt.
Manchmal verschwindet die Welt um den Menschen herum.
Die Wand von Marlen Haushofer erzählt von einer Frau, die plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der restlichen Welt getrennt ist und allein in den Bergen überleben muss – mit wenigen Tieren, einem Haus, der Natur und der Zeit.
Der Roman ist kein Abenteuerroman und keine Katastrophengeschichte.
Sehr schnell wird klar, dass es nicht darum geht, ob die Frau gerettet wird.
Es geht darum, wie ein Mensch lebt, wenn alles wegfällt, was normalerweise ein Leben strukturiert: Gesellschaft, Gespräche, Arbeit, Termine, Erwartungen, Rollen.
Was übrig bleibt, ist ein sehr einfaches Leben:
Holz holen, Kartoffeln setzen, Tiere versorgen, Winter überstehen, Tage zählen, schreiben.
Und langsam verschiebt sich beim Lesen die Perspektive:
Vielleicht ist dieses Leben nicht nur Verlust.
Vielleicht ist es auch eine radikale Form von Ruhe, Klarheit und Gegenwart.
Der Roman stellt leise eine sehr große Frage:
Wie viel Welt braucht ein Mensch, um zu leben?
Und beim Lesen merkt man, dass dieses Buch weniger von Einsamkeit handelt als von Reduktion.
Davon, was von einem Leben übrig bleibt, wenn fast alles verschwindet.
Diese Lesespur folgt genau dieser Reduktion:
Was bleibt vom Menschen, wenn nur noch das Leben selbst übrig ist?
Leitfrage
Was bleibt vom Menschen, wenn alles wegfällt, was normalerweise ein Leben ausmacht?
📚 Beiträge zu diesem Buch
-> Die Wand als Arche – Überleben jenseits der alten Welt in Marlen Haushofers - Die Wand
-> Warum die Frau den Mann erschießt – zu Marlen Haushofers Die Wand
-> Warum nicht jede Gemeinschaft möglich ist – zu Marlen Haushofers Die Wand
🏷 Tags
#DieWand #MarlenHaushofer #Einsamkeit #Natur #Überleben #Reduktion #Existenz #Zeit
Weiterführende Seiten:
👉 Zum Regal Existenz /Sinn
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4 – Existenz / Sinn