In dem Moment, in dem Keiko mit Shiraha zusammenzieht, scheint sich für die Umwelt plötzlich etwas zu beruhigen.
Endlich ein Mann.
Endlich eine lesbare Form.
Endlich ein Leben, das nicht mehr permanent erklärt werden muss.

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LESESPUREN
Manche Menschen suchen nach Büchern.
Andere suchen nach Fragen.
Lesespuren verbindet Literatur über gemeinsame
menschliche Erfahrungen.
Lesespuren versteht Literatur als Resonanzraum menschlicher Erfahrungen. Romane, Filme, philosophische Werke, psychologische Erkenntnisse und biblische Texte werden dabei nicht gleichgesetzt, sondern treten miteinander in einen offenen Dialog. Nicht jede Verbindung ist beabsichtigt – manche entsteht erst beim Lesen und Sehen.
Hier erfährst du, woran Lesespuren gerade liest, schreibt und weiterdenkt – von neuen Essays bis zu Fundstücken aus der Literaturwelt.
Buchseiten
Bücher, die unser Leben lesbar machen – gesammelt in thematischen Regalen.
Essays
Die Ladenhüterin wirkt lange wie ein Roman über eine seltsame Frau, die zu lange in einem Konbini arbeitet. Erst langsam wird sichtbar, dass der Roman eigentlich von etwas viel Tieferem erzählt. Von der Angst, nur unter bestimmten Bedingungen existieren zu dürfen. Keiko Furukura organisiert ihr Leben über Beobachtung. Sie lernt Sprache, Gesten und...
Eine der komischsten Szenen in Die Ladenhüterin ist gleichzeitig eine der philosophischsten.
Eine der klügsten Beobachtungen in Die Ladenhüterin macht ausgerechnet Keiko Furukura selbst.
Die vielleicht traurigste Erkenntnis vieler stiller Menschen lautet nicht:
Es gibt eine Stelle in Die Ladenhüterin, in der Keiko Furukura plötzlich Angst bekommt, die Nächste zu sein. Shiraha wurde gekündigt. Also könnte auch sie irgendwann nicht mehr in die Form passen.
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