Mieko Kawakami - Brüste und Eier
Manche Menschen versuchen nicht, ein besonderes Leben zu führen,
sondern überhaupt ein eigenes Leben zu haben.
Brüste und Eier von Mieko Kawakami erzählt von drei Frauen: Natsuko, ihrer Schwester Makiko und deren Tochter Midoriko. Sie leben in einfachen Verhältnissen, arbeiten viel, haben wenig Geld und versuchen, in einer Welt zurechtzukommen, die von Frauen bestimmte Erwartungen hat: schön sein, heiraten, Kinder bekommen, funktionieren.
Es passiert in diesem Buch nichts Spektakuläres.
Die Frauen reden.
Sie arbeiten.
Sie denken über Geld nach.
Über Körper.
Über Männer.
Über Kinder.
Über Einsamkeit.
Über Freiheit.
Über Möglichkeiten.
Über das Leben als Frau.
Im zweiten Teil des Buches denkt Natsuko darüber nach, ein Kind zu bekommen, ohne Partner. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Armut oder Körper oder Arbeit, sondern um eine sehr große Frage:
Wie kann ein Mensch heute ein eigenes Leben führen, wenn die alten Lebensmodelle nicht mehr passen?
Dieses Buch handelt nicht nur von Frauen.
Es handelt von Menschen, die versuchen, ihr Leben selbst zu definieren, statt einfach das Leben zu leben, das von ihnen erwartet wird.
Diese Lesespur folgt genau dieser Bewegung:
Nicht, wie ein Leben vorgesehen ist,
sondern wie ein Mensch versucht, ein eigenes Leben zu bauen.
Leitfrage
Wie kann man ein eigenes Leben führen, wenn man nicht nach den Erwartungen der anderen leben will?
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🏷 Tags
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