Meine geniale Freundin – Elena Ferrante
Manche Freundschaften begleiten nicht nur ein Leben.
Sie bestimmen, wer man wird.
Meine geniale Freundin von Elena Ferrante ist auf den ersten Blick die Geschichte zweier Mädchen, die zusammen in einem armen Viertel in Neapel aufwachsen.
Aber eigentlich ist es ein Buch über Herkunft, Bildung, Neid, Bewunderung, soziale Grenzen – und darüber, wie sehr andere Menschen unser eigenes Leben prägen.
Elena und Lila wachsen in derselben Straße auf, im selben Milieu, unter denselben Bedingungen – und gehen doch unterschiedliche Wege.
Die eine bleibt, die andere geht.
Die eine lernt, die andere arbeitet.
Die eine schreibt, die andere verschwindet immer wieder aus ihrem eigenen Leben.
Beim Lesen merkt man, dass dieses Buch nicht nur von Freundschaft handelt, sondern von etwas Komplizierterem:
davon, dass Menschen einander gleichzeitig Halt und Bedrohung sein können.
Dass man jemanden bewundern und beneiden kann.
Dass man sich an jemandem orientiert und sich gleichzeitig von ihm lösen muss.
Und vor allem zeigt das Buch, dass Herkunft kein Hintergrund ist, sondern eine Kraft, die ein Leben formt – auch dann noch, wenn man den Ort längst verlassen hat.
Diese Lesespur folgt genau dieser Bewegung:
wie zwei Leben nebeneinander entstehen – aus derselben Herkunft, aber nicht mit denselben Möglichkeiten.
📚 Beiträge zu diesem Buch
(folgen, sobald Essays entstehen)
🏷 Tags
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📂 Einordnung im Regal
2 – Ich und die Welt
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