Kindheit – Tove Ditlevsen


Man sucht sich seine Kindheit nicht aus,
aber sie bleibt das Land, aus dem man kommt.

Kindheit ist der erste Band der Kopenhagen-Trilogie von Tove Ditlevsen.
Das Buch erzählt von einem Mädchen, das in armen Verhältnissen in Kopenhagen aufwächst, sich fremd fühlt in seiner Familie und schon früh merkt, dass es eigentlich Schriftstellerin werden will.

Es passiert in diesem Buch nichts Dramatisches.
Ein Kind wächst auf.
Es geht zur Schule.
Es beobachtet seine Eltern.
Es schämt sich.
Es träumt.
Es liest.
Es schreibt heimlich Gedichte.
Es merkt, dass die Welt größer ist als die Wohnung, in der es lebt.

Beim Lesen merkt man, dass dieses Buch nicht nur von einer Kindheit handelt, sondern davon, wie früh ein Mensch merkt, dass er anders leben möchte als die Menschen um ihn herum. Und davon, wie stark Herkunft trotzdem bleibt. Man kann die Straßen seiner Kindheit verlassen, aber die Kindheit verlässt einen nicht.

Dieses Buch gehört zu den Büchern über Herkunft.
Über Armut.
Über Familie.
Über das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören.
Und über den ersten, stillen Wunsch nach einem anderen Leben.

Diese Lesespur folgt genau dieser Bewegung:
Wo beginnt ein Leben, und wie weit kommt man von seinem Anfang weg?

Leitfrage

Wie prägt die Herkunft ein ganzes Leben?

📚 Beiträge zu diesem Buch

(folgen, sobald Essays entstehen)

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🏷 Tags

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