Didier Eribon - Rückkehr nach Reims
Man kann einen Ort verlassen,
aber nicht unbedingt die Welt, aus der man kommt.
Rückkehr nach Reims von Didier Eribon ist ein Buch über Herkunft, Klasse, Bildung und Scham. Nach dem Tod seines Vaters kehrt Eribon in seine Heimatstadt Reims zurück und beginnt, über seine Familie, seine Kindheit, seinen sozialen Aufstieg und seine Entfremdung von seiner Herkunft nachzudenken.
Es passiert nicht viel in diesem Buch.
Ein Mann fährt in seine Heimatstadt.
Er spricht mit seiner Mutter.
Er erinnert sich an seine Kindheit.
An Armut.
An Gewalt.
An Scham.
An Schule.
An Bücher.
An den Versuch, ein anderes Leben zu führen.
Und daran, dass man seine Herkunft nie ganz verlässt.
Beim Lesen merkt man, dass dieses Buch nicht nur eine Familiengeschichte ist, sondern eine Analyse eines Lebens. Eribon beschreibt sehr genau, was Bildung bedeutet, was sozialer Aufstieg kostet und wie sehr man sich zwischen zwei Welten wiederfinden kann: der Welt, aus der man kommt, und der Welt, in die man gegangen ist.
Dieses Buch gehört zu den Büchern über Herkunft und Bildung.
Über Menschen, die ihre Herkunft verlassen, aber nie ganz irgendwo dazugehören.
Über Scham.
Über Klassengesellschaft.
Über die Frage, wer man wird, wenn man seine Welt wechselt.
Diese Lesespur folgt genau dieser Bewegung:
Nicht, wie man erfolgreich wird,
sondern was man verliert, wenn man seine Herkunft verlässt.
Leitfrage
Was verliert man, wenn man seiner Herkunft entkommt?
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(folgen, sobald Essays entstehen)
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🏷 Tags
#RückkehrNachReims #DidierEribon #Herkunft #Klasse #Bildung #SozialerAufstieg #Familie #Erinnerung #Identität
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