Anne Frank - Tagebuch der Anne Frank
Es gibt Bücher,
die nicht geschrieben wurden, um Bücher zu werden,
sondern um das eigene Leben festzuhalten.
Das Tagebuch der Anne Frank ist das Tagebuch eines jüdischen Mädchens, das sich während des Nationalsozialismus mit seiner Familie in Amsterdam verstecken muss. Über zwei Jahre lebt sie mit mehreren Menschen auf engem Raum im Hinterhaus, darf nicht hinaus, lebt in ständiger Angst entdeckt zu werden, und schreibt in dieser Zeit Tagebuch.
Es passiert nicht viel in diesem Buch.
Menschen sitzen in einem Haus.
Sie sind leise. Sie streiten. Sie lernen.
Sie hören Radio. Sie warten. Sie haben Angst. Sie hoffen.
Sie schreiben. Draußen geht die Welt weiter.
Beim Lesen merkt man, dass dieses Buch nicht nur vom Krieg handelt, sondern vom Erwachsenwerden. Anne Frank beobachtet sich selbst, ihre Familie, die anderen Menschen im Versteck, ihre Gefühle, ihre Angst, ihre Hoffnungen und ihre Zukunft. Sie versucht herauszufinden, wer sie ist und wer sie werden möchte, während ihr Leben gleichzeitig stillsteht.
Dieses Buch gehört zu den Büchern über das Ich und das Erwachsenwerden.
Über einen jungen Menschen, der versucht, sich selbst zu verstehen, während die Welt um ihn herum zerbricht.
Diese Lesespur folgt genau dieser Bewegung:
Nicht, wie Geschichte passiert,
sondern wie ein Mensch versucht, er selbst zu werden.
Leitfrage
Wie wird man man selbst, wenn man nicht frei leben kann?
📚 Beiträge zu diesem Buch
(folgen, sobald Essays entstehen)
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🏷 Tags
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1 – Ich