Das Karussell der ungelebten Leben
Es gibt dieses Bild vom Leben als Karussell.
Der Single schaut auf das Paar, das Paar auf die Familie mit Kindern, und Eltern erinnern sich irgendwann sehnsüchtig an jene Zeit, in der Ausschlafen, spontanes Verreisen oder eine geschlossene Tür noch keine organisatorischen Großprojekte waren.
Jeder sitzt auf seinem eigenen Pferd und schaut auf das der anderen.
Vielleicht liegt darin etwas sehr Menschliches. Menschen sehen besonders deutlich, was ihnen gerade fehlt, während erstaunlich schnell verblasst, was ihnen früher einmal gefehlt hat. Das andere Leben erscheint von außen geschlossener, freier oder leichter, weil seine Zumutungen nicht mitgeliefert werden.
Schwieriger wird es jedoch, wenn der Blick gar nicht auf das Leben eines anderen Menschen fällt.
Was geschieht, wenn jemand sich selbst hinterherschaut?
Nicht unbedingt dem jüngeren Menschen, der man einmal war, und auch nicht jener Vergangenheit, die im Rückblick schon deshalb heller erscheint, weil genügend Jahre zwischen ihr und der Gegenwart liegen. Gemeint ist etwas anderes: die Erinnerung an einen Zeitpunkt, an dem das eigene Leben noch eine andere Richtung hätte nehmen können.
Gerade Mutterschaft macht diese Frage auf eine eigentümlich radikale Weise sichtbar, weil mit einem Kind nicht nur eine Entscheidung, sondern ein Mensch ins Leben tritt. Eine frühere Weggabelung lässt sich deshalb später nicht betrachten wie eine falsche Berufswahl oder eine Wohnung, in die man besser nicht gezogen wäre. Aus ihr sind Beziehungen entstanden, Bindungen, Erinnerungen und konkrete Menschen, die geliebt werden.
Und trotzdem kann die Frage bleiben, ob man sich unter anderen Bedingungen für dieselbe Lebensform entschieden hätte.
Liebe zum Kind und Liebe zur Mutterschaft
Es gehört zu den hartnäckigsten kulturellen Vorstellungen über Mutterschaft, dass Liebe zum eigenen Kind und Liebe zur Mutterrolle beinahe dasselbe sein müssten. Wer seine Kinder liebt, so scheint es, müsste letztlich auch froh darüber sein, Mutter geworden zu sein.
Deshalb darf inzwischen durchaus über Erschöpfung gesprochen werden. Es gibt Begriffe für Mental Load und Care-Arbeit, für permanente Zuständigkeit, Überforderung und die unsichtbare Organisation eines Familienalltags. Eine Mutter darf müde sein, genervt, überlastet und gelegentlich sogar verzweifelt.
Nur auf eine bestimmte Schlusswendung scheint weiterhin Verlass sein zu müssen: Trotz allem würde sie es wieder genauso machen.
Aber vielleicht gibt es Biografien, für die dieser Satz nicht so eindeutig ist.
Nicht, weil die Liebe zu den Kindern fehlt, sondern weil sich Liebe und Lebensentscheidung nicht vollständig ineinander auflösen lassen.
Ein Mensch kann seine Kinder lieben und dennoch ambivalent auf die Lebensform der Mutterschaft schauen. Er kann ihre Stimmen, ihre Eigenheiten, ihre Gedanken und ihre ganz besondere Weise, in der Welt zu sein, lieben und gleichzeitig die permanente Zuständigkeit als Zumutung erleben. Er kann diese konkreten Menschen niemals aus seinem Leben streichen wollen und sich trotzdem gelegentlich fragen, welche anderen Möglichkeiten die eigene Biografie einmal enthalten hat.
Das ist kein logischer Widerspruch.
Es wird erst zu einem, wenn von Müttern verlangt wird, ihre gesamte Biografie rückwirkend so zu erzählen, als habe alles zwangsläufig auf die Mutterschaft zugelaufen.
Wenn Entscheidungen ein Leben verändern
Nicht jede große Lebensentscheidung entsteht aus einem einzigen, vollkommen eindeutigen Wunsch.
Entscheidungen entwickeln sich innerhalb von Beziehungen, Lebensphasen und gesellschaftlichen Vorstellungen. Wünsche verändern sich, Möglichkeiten öffnen und schließen sich, und manches, was zu einem bestimmten Zeitpunkt selbstverständlich erscheint, wird Jahre später anders gelesen.
Das macht eine frühere Entscheidung nicht automatisch falsch.
Es bedeutet lediglich, dass Menschen ihre Biografie zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlich verstehen können.
Vielleicht liegt gerade darin eine Form biografischer Wahrhaftigkeit: Ein Leben muss im Rückblick nicht geradliniger erscheinen, als es tatsächlich gewesen ist. Eine Entscheidung darf richtig, notwendig, naheliegend oder schlicht getroffen worden sein, ohne dass daraus die Behauptung entstehen muss, kein anderer Weg wäre jemals denkbar gewesen.
Die Kinder sind dabei keine abstrakten Folgen einer Lebensentscheidung.
Sie sind Menschen.
Und Menschen kann man lieben, ohne deshalb jede Weggabelung der eigenen Biografie nachträglich zur Bestimmung erklären zu müssen.
Vielleicht darf ein Leben widersprüchlicher erzählt werden.
Die unsichtbare Arbeit einer Lebensform
Mutterschaft besteht zudem nicht nur aus der Beziehung zwischen einer Mutter und ihren Kindern. Sie ist eine Lebensform, die Zeit, Aufmerksamkeit und Zuständigkeit organisiert.
Selbst Freizeit verändert darin ihre Gestalt. Ein Ausflug ist selten nur ein Ausflug. Jemand denkt an Getränke und Essen, Sonnencreme und Ersatzkleidung, Uhrzeiten und Müdigkeit, Hunger und Toiletten, mögliche Konflikte und den richtigen Moment für die Rückfahrt. Während die Kinder vielleicht einen wunderbaren Nachmittag erleben, kann die Person, die all diese unsichtbaren Fäden zusammenhält, längst die Minuten bis zum Heimweg zählen.
Gerade darin liegt eine schwer beschreibbare Form von Erschöpfung. Nicht jede schöne Erfahrung wird deshalb weniger schön, aber sie besitzt einen organisatorischen Unterbau, den häufig jemand tragen muss.
Wenn dieser Zustand über Jahre anhält, kann irgendwann eine noch unbequemere Frage auftauchen als die nach Überforderung:
Was, wenn einen diese Form des Lebens nicht immer erfüllt?
Das ist etwas anderes als Müdigkeit. Müdigkeit verspricht Erholung. Überforderung lässt sich zumindest theoretisch durch Entlastung beantworten.
Die Frage nach der Lebensform reicht tiefer.
Sie fragt danach, ob ein Mensch in dem Leben, das er täglich führt, noch genügend von sich selbst wiederfindet.
Die Trauer um Autorschaft
Vielleicht richtet sich der Blick auf das frühere Leben deshalb manchmal gar nicht in erster Linie auf Freiheit, Reisen, Ausschlafen oder kinderlose Nachmittage.
Vielleicht gilt die eigentliche Trauer etwas Grundsätzlicherem: der Autorschaft über das eigene Leben.
Es ist die Erinnerung daran, dass eine Biografie einmal offener erschien und ihre Richtung noch weniger festgelegt war. Nicht vollkommen offen, denn kein Leben ist das. Auch ein kinderloses Leben besteht aus Verpflichtungen, Verlusten, falschen Entscheidungen und Wegen, die sich irgendwann schließen.
Doch bestimmte Entscheidungen verändern die Architektur eines Lebens stärker als andere. Mutterschaft gehört dazu, weil sie nicht nur einen neuen Menschen hinzufügt, sondern nahezu alle bestehenden Bereiche neu ordnet: Zeit, Arbeit, Beziehungen, Wohnen, Geld, Freiheit und Zukunft.
Wer an einer solchen Stelle zurückblickt, beneidet das frühere Selbst möglicherweise nicht um dessen Freiheit.
Beneidet wird vielleicht die Möglichkeit, noch entscheiden zu können.
Und damit berührt diese Frage etwas, das weit über Mutterschaft hinausreicht.
Wie viel von einem Leben entsteht tatsächlich aus bewussten Entscheidungen?
Wie viel ergibt sich aus Umständen, Beziehungen und Möglichkeiten?
Und wie viel folgt Vorstellungen davon, wie ein Leben zu einem bestimmten Zeitpunkt eigentlich aussehen sollte?
Die stillen Erwartungen an eine Biografie
Kein Mensch entscheidet vollkommen unabhängig von seiner Umgebung.
Schon lange bevor konkrete Lebensentscheidungen anstehen, existieren Vorstellungen davon, wie ein gelungenes Leben aussehen könnte. Sie entstehen in Familien, Freundeskreisen und gesellschaftlichen Erzählungen, manchmal ausgesprochen und manchmal so selbstverständlich, dass sie kaum noch als Erwartungen wahrgenommen werden.
Ausbildung, Arbeit, Partnerschaft, Zusammenziehen, Familie: Aus einzelnen Möglichkeiten kann beinahe unbemerkt eine Reihenfolge werden.
Nicht jeder folgt ihr. Nicht jeder widersetzt sich ihr. Und häufig lässt sich im Nachhinein kaum sauber auseinanderhalten, welche Entscheidung aus einem eigenen Wunsch entstanden ist und welche zugleich von dem getragen wurde, was zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich erschien.
Biografien besitzen solche geologischen Schichten.
Oben liegt der Alltag mit Schule, Arbeit, Wäsche, Einkaufen, Terminen, Streit und Abendessen. Darunter liegen Rollen und Beziehungen, darunter Vorstellungen davon, wie ein Leben aussehen sollte, und noch tiefer vielleicht eine Frage, die sich durch ganz unterschiedliche Lebensphasen ziehen kann:
Wer entscheidet eigentlich, wie dieses Leben aussehen darf?
Diese Frage macht aus Mutterschaft keine psychologische Diagnose. Sie öffnet lediglich den Blick dafür, dass Lebensentscheidungen selten isoliert entstehen. Sie wachsen innerhalb einer Welt, die bereits Vorstellungen von Zugehörigkeit, Erfolg, Partnerschaft und einem vollständigen Leben bereithält.
Jemanden wollen ist nicht dasselbe wie Familie wollen
Besonders deutlich wird das dort, wo verschiedene Sehnsüchte kulturell so eng miteinander verbunden werden, dass sie beinahe wie eine einzige erscheinen.
Ein Mensch kann sich nach Partnerschaft sehnen, ohne sich zugleich nach Elternschaft zu sehnen.
Er kann sich ein Gegenüber wünschen, mit dem sich Alltag, Nähe, Freundschaft, Begehren und Leben teilen lassen, ohne dass daraus zwangsläufig der Wunsch nach Kindern entsteht.
Dennoch wird romantische Liebe noch immer häufig wie die Eingangshalle zu einer größeren Veranstaltung erzählt: Man begegnet einander, zieht zusammen, heiratet vielleicht, bekommt Kinder und wird Familie.
Doch diese Reihenfolge ist nur eine mögliche Lebensform.
Partnerschaft und Elternschaft können zusammengehören, müssen es aber nicht. Ebenso wenig sagt der Wunsch nach Nähe bereits etwas darüber aus, wie ein Mensch sein gesamtes späteres Leben organisieren möchte.
Gerade deshalb kann das Karussell der ungelebten Leben so schmerzhaft werden. Es erinnert daran, dass mit jeder gelebten Lebensform andere Möglichkeiten leiser werden.
Dabei muss die Sehnsucht nicht einmal auf ein vollständig anderes Leben gerichtet sein.
Manchmal richtet sie sich nur auf etwas, das innerhalb des gegenwärtigen Lebens zu wenig Raum bekommen hat: Partnerschaft, Eigenständigkeit, Arbeit, Ruhe, Begehren, Freundschaft oder schlicht das Gefühl, neben den eigenen Rollen weiterhin als ganzer Mensch vorzukommen.
Natsumi und das Karussell der anderen Leben
In Michiko Aoyamas Frau Komachi empfiehlt ein Buch bekommt dieses Karussell eine literarische Gestalt.
Natsumi ist vierzig und war Zeitschriftenredakteurin, bevor die Geburt ihres Kindes ihr Leben verändert hat. Als sie in ihren Beruf zurückkehrt, kehrt sie nicht einfach in das Leben zurück, das sie vorher geführt hat. Die Bedingungen haben sich verschoben, ihre Möglichkeiten ebenso, und plötzlich steht neben der Frage nach Arbeit eine viel grundsätzlichere: Was ist aus dem Leben geworden, das einmal ihres war?
Gerade bei Natsumi taucht jener Karussell-Effekt auf, der weit über gewöhnlichen Neid hinausgeht. Menschen schauen auf andere Lebensformen und sehen darin vor allem das, was ihnen selbst fehlt. Wer allein lebt, sieht das Paar. Wer in einer Beziehung lebt, sieht vielleicht die Familie. Wer Kinder hat, erinnert sich an die Freiheit davor. Von außen scheint das jeweils andere Leben etwas zu besitzen, das dem eigenen abhandengekommen ist.
Doch bei Natsumi wird daraus noch eine zweite Bewegung. Sie schaut nicht nur auf andere Frauen. Sie begegnet zugleich einer früheren Version ihrer selbst: der Redakteurin, die sie einmal gewesen ist, bevor Mutterschaft die Ordnung ihres Alltags verändert hat.
Damit wird das Karussell der anderen Leben zu einem Karussell der ungelebten eigenen Leben.
Vielleicht liegt darin eine der schmerzhafteren Erfahrungen biografischer Entscheidungen. Menschen können nicht gleichzeitig alle Möglichkeiten ihres Lebens verwirklichen. Jede Entscheidung öffnet etwas und schließt anderes. Manche dieser geschlossenen Türen verschwinden irgendwann aus dem Blick. Andere bleiben sichtbar, weil man noch ziemlich genau weiß, wer man auf der anderen Seite gewesen wäre.
Frau Komachi empfiehlt Natsumi ausgerechnet Das Tor zum Mond, ein japanisches Buch, das bislang nicht auf Deutsch erhältlich ist. Wie so oft bei Komachi wirkt die Empfehlung zunächst nicht wie eine direkte Antwort auf das Problem, mit dem jemand zu ihr gekommen ist. Sie bietet keine Anleitung dafür, wie Beruf, Mutterschaft und Partnerschaft endlich richtig organisiert werden können.
Sie verschiebt vielmehr den Blick.
Das ist für die Frage nach ungelebten Leben entscheidend. Denn Natsumis Problem lässt sich nicht dadurch lösen, dass sie herausfindet, welches Leben objektiv das bessere gewesen wäre. Das frühere Leben lässt sich ebenso wenig zurückholen, wie das gegenwärtige Leben einfach abgelegt werden kann. Die eigentliche Bewegung besteht darin, innerhalb einer Biografie, deren Bedingungen sich verändert haben, wieder einen eigenen Handlungsspielraum zu entdecken.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Reue und Autorschaft.
Reue schaut auf die geschlossene Tür und fragt, was dahinter gewesen wäre.
Autorschaft fragt, welche Türen von hier aus noch geöffnet werden können.
Damit berührt Natsumis Geschichte eine Erfahrung, die weit über Mutterschaft hinausreicht. Irgendwann besitzt beinahe jeder Mensch ein solches ungelebtes Leben: einen Beruf, den er nicht ergriffen hat, eine Stadt, in die er nicht gezogen ist, eine Beziehung, die nicht geblieben ist, Kinder, die er bekommen oder nicht bekommen hat, oder eine frühere Version seiner selbst, deren Möglichkeiten einmal größer erschienen.
Das ungelebte Leben verschwindet nicht vollständig. Es fährt gewissermaßen auf dem Karussell nebenher.
Vielleicht besteht die Aufgabe deshalb gar nicht darin, nicht mehr hinzusehen.
Vielleicht besteht sie darin, irgendwann wieder zu bemerken, dass auch das eigene Pferd sich noch bewegt.
Das Leben muss nicht rückwirkend richtig werden
Es gibt Entscheidungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, ohne zugleich Menschen, Beziehungen und ganze Teile der eigenen Geschichte wegzudenken.
Vielleicht besteht Freiheit deshalb irgendwann nicht mehr darin, an eine frühere Weggabelung zurückzukehren.
Vielleicht beginnt sie damit, die eigene Geschichte nicht eindeutiger erzählen zu müssen, als sie gewesen ist.
Eine Mutter muss nicht behaupten, Mutterschaft habe sie zu jedem Zeitpunkt erfüllt, um ihre Kinder lieben zu dürfen. Sie muss ihre Erschöpfung nicht in Dankbarkeit verwandeln, damit diese Liebe glaubwürdig bleibt. Und sie muss nicht behaupten, niemals über andere mögliche Lebenswege nachgedacht zu haben.
Vielleicht darf eine Biografie widersprüchlich bleiben.
Das Karussell lässt sich ohnehin nicht zurückdrehen. Auf dem heutigen Pferd sitzen längst Menschen, die in anderen möglichen Leben niemals existiert hätten. Man kennt ihre Gesichter, ihre Stimmen, ihre Eigenheiten und die Geschichten, die nur deshalb entstanden sind, weil das Leben diesen Weg genommen hat.
Deshalb gibt es keine saubere Rechnung zwischen zwei möglichen Biografien.
Es gibt nur die eine, die gelebt wurde, und daneben jene vielen Leben, die möglich gewesen wären.
Doch vielleicht müssen ungelebte Leben nicht ausschließlich Orte der Trauer sein.
Vielleicht erinnern sie daran, dass auch die gegenwärtige Biografie noch nicht vollständig geschrieben ist.
Nicht alles lässt sich wieder öffnen. Nicht jede Entscheidung kann zurückgenommen und nicht jede Verantwortung abgelegt werden. Aber zwischen der Vorstellung, ein Leben müsse noch einmal ganz von vorne beginnen, und der Vorstellung, nun sei ohnehin alles entschieden, liegt ein erstaunlich großer Raum.
Vielleicht ist es genau jener Raum, den Frau Komachis unerwartete Buchempfehlungen immer wieder öffnen.
Ein Mensch muss nicht zu dem Leben zurückkehren, das er einmal hätte führen können.
Vielleicht genügt zunächst die Erkenntnis, dass auch das Leben, das längst begonnen hat, noch nicht zu Ende entschieden ist.
Und dass Selbstbestimmung nicht voraussetzt, jede frühere Entscheidung vollkommen unabhängig von Umständen und Erwartungen getroffen zu haben.
Manchmal beginnt sie sehr viel später: mit der Frage danach, welche Teile des eigenen Lebens weiterhin tragen, welche sich verändern dürfen und welche Möglichkeiten noch immer offen sind.
Vielleicht besteht die Freiheit dann nicht darin, vom Karussell zu springen.
Sondern darin, wieder mitzuentscheiden, wohin die Reise von hier aus geht.
Regal
9 – Lebensformen
Denkspur
Mutterschaft
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